ortsteil hintermeilingenHintermeilingen Durch den Bau der Kerkerbachbahn (1905) bis nach Hintermeilingen wurde unsere Gemeinde an das Eisenbahnnetz angeschlossen, auch wenn der Hauptzweck des Eisenbahnbaus im Gütertransport von Eisenerz, Braunstein, Basalt und Ton lag.

Im Bereich der Tongruben wurde ein 10,3 Hektar großes Naturschutzgebiet ausgewiesen. Im Wesentlichen besteht das Biotop aus einem abgestuften Heckengebiet. Dieses ist dem Hochwald vorgelagert. In diesem Gebiet wurden zahlreiche Teiche und Tümpel angelegt. Das Biotop dient als Rückzugsraum für zahlreiche Vögel- sowie anderen Tier- und Pflanzenarten. 

Eine ehemalige Lokomotive mit Lore, Spurweite 600 Millimeter, aus der Tongrube steht seit 1983 als Denkmal vor dem Dorfgemeinschaftshaus Hintermeilingen. Im Wald Richtung Hintermeilingen sind noch Reste der Laderampen zu finden.

kircheDie katholische Kirche „Maria Verkündigung“ wurde 1932 von der Bevölkerung erbaut. Als Baustoff diente Basalt der vor Ort, am Honigberg, gewonnen wurde. Die Höhe des Kirchturms beträgt 18 Meter. Am 1. Mai 1932 erfolgte die Grundsteinlegung. Noch im gleichen Jahr, am 15. Dezember 1932, erfolgte die Einsegnung.

tonabbauFür Freizeitsportler stehen seit 2005 dre ausgebaute und beschilderte Nordic- Walking- Strecken zur Verfügung.

Geschichte

Der Ort liegt in einem wahrscheinlich vorgermanischen Siedlungsgebiet. Bei Bauarbeiten der Kerkerbachbahn in Fussingen wurde eine Urne aus der Zeit um 1000 v. Chr. gefunden. Am Lindenberg bei Hausen wurden Keramikscherben aus der Hallstattzeit (Stufe C) um 700 v. Chr. gefunden. Bei Heckholzhausen befinden sich Hügelgräber aus der späten Hallstattzeit. Von der Dornburg und dem Heidenhäuschen sind Funde bekannt, die eine keltische Besiedlung während der La-Tène-Zeit belegen.

wandernDie Entstehung des Ortsnamen ist, wie beim nahen Fussingen, umstritten. Nach Prof. Dr. Heinrich Richter (ehemals Prähistoriker an der Justus-Liebig-Universität Gießen) handelt es sich um einen „unechten -ingen Namen“,[2] der während der vorrömischen Siedlungsperiode bis 39 v. Chr. entstanden ist. Der Name naturschutzgebietbeziehe sich auf die Matronae Mahalinehae der Ubier. Richter vermutet ein sakrales, den Mahalinehae geweihtes Gericht auf Remelsberg, von dem sich die Namen Hintermeilingen, Hangenmeilingen und Remelsberg ableiten. Nach dem Historiker Hellmuth Gensicke handelt es sich um einen „echten -ingen Name[n]“.[3] Dieser zeige eine Entstehung des Ortes während der Völkerwanderung zwischen 375 und 600 n. Chr. an. Der Name beziehe sich auf den Gründer des Ortes, Megilo.

Die erste eindeutige urkundliche Erwähnung erfolgte 1301 als Meylingen im Kirchspiel Lahr. Als Hinder Maylingen wurde der Ort nachweislich erstmals 1328 bezeichnet. Der Zusatz Hinter- wurde zur Unterscheidung von Hangenmeilingen eingeführt. Zuvor hießen beide Orte nur Mailingen, hierdurch ist die Zuordnung der älteren Urkunden nicht zweifelsfrei möglich. Ab 1585 wurde für Hintermeilingen zeitweise der Name Lahrmeilingen benutzt.  (Quelle: Wikipedia: Ausführliches zu Hintermeilingen finden Sie bei Wikipedia)

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